2017 09 10 TdOD 4 - KopieTag des offenen Denkmals 2017

Der Förderverein Schloß Beichlingen e. V. zieht zum Tag des offenen Denkmals 2017 am 10. September eine positive Bilanz.

Fast 300 geführte Besucher zeugen von einem leicht gestiegenen Interesse am Schloß und seiner Geschichte. Unter dem Motto „Macht2017 09 10 TdOD 9 - Kopie und Pracht“ öffnete Schloß Beichlingen wieder seine Türen für das interessierte Publikum.

Der Förderverein eröffnete zudem eine neue Kunstausstellung. Herr Sebastian Löffler (Weimar) und Sandra Bohn (Plothen) zeigen ab sofort ihre Werke im Gräflichen Kinderzimmer und im anschließenden Raum. Sebastian Löffler malt in seiner Freizeit, wobei er sich mit der realistischen Darstellung von Körperformen, Objekten und Porträts beschäftigt. Auch für Sandra Bohn stellt die Malerei eine große Freude dar. Ihr haben es hauptsächlich Landschaften und Stillleben angetan.

Ab 15.00 Uhr erfreuten 3 Chöre zum 23. Beichlinger Chortreffen die Ohren der Zuhörer in der vollbesetzten Schloßkirche. Pro musica, der gemischte Chor Orlishausen und der Männerchor Haßleben bildeten den gelungenen Abschluß dieses Tages.

 

Der Besuch des Ministerpräsidenten Herrn Ramelow auf 2017 Ramelow ZeitungsartikelSchloß Beichlingen 

Am 17. Juli 2017 besuchte der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow Schloß Beichlingen und interessierte sich im Rahmen eines geführten Rundganges für die Sehenswürdigkeiten des Schlosses sowie für die Arbeit unseres Vereins.

 

Das Reformationsjahr

Die Reformation erschütterte Mitteldeutschland vor 500 Jahren. Nahe waren die Ereignisse und Auswirkungen auch in2017 07 02 18 2 Schloss Beichlingen zu spüren.

 

Unser Vereinsmitglied Lothar Bechler gestaltete dazu im Juni 2017 im Vernissageraum eine kleine Schau. Hier  erscheinen wesentliche Lebensstationen und Verdienste Martin Luthers. Mit zahlreichen Bildern, einer Veröffentlichung von Martin Rade: Dr. Martin Luthers Leben, Thaten und Meinungen,1897 entnommen, ist die bildhafte Information gespickt. Der Förderverein Schloss Beichlingen nimmt somit Bezug auf die aktuelle Würdigung des Ereignisses. 

 

 

Förderverein zog Bilanz

 

Am 19. März 2017 trafen sich 20 Mitglieder des Fördervereins Schloß Beichlingen e. V. zur Mitgliederversammlung. Im Mittelpunkt des Treffens stand der Bericht zur in den vergangenen 2 Jahren geleisteten Arbeit. Außerdem war die Neuwahl des Vorstandes bereits wieder fällig. Der Vorsitzende, Dr. Thomas Ludewig, konnte von vielen Aktivitäten der Vereinsmitglieder berichten, so z. B. von 20 präsentierten Kunstausstellungen und 10 organisierten Musikveran

2017 1903 Mitgliedervslg - Kopie

staltungen. Führungen, Frühjahrsputz, die Tage des Offenen Denkmals, die Festveranstaltungen zum 25jährige

n Vereinsbestehen sowie zum 200. Geburtstag von Georg von Werthern, 2 Pilzausstellungen und einige „kleine“ Aktivitäten wären zu erwähnen. Der Verein sanierte die Grafenloge in der Schlosskirche und versah sie mit einer Dauerausst

ellung zur Geschichte dieses Kleinods. Dennoch drücken auch Sorgen den Verein. So steigt sein Altersdurchschnitt und sinkt die Zahl derjenigen, die körperlich in der Lage sind, mit anzupacken. Zudem wird mindestens ein Schlossführer/in gesucht. Und schließlich fehlen auch finanzielle Mittel. Der bisherige Vorstand wurde wieder gewählt und wird die Arbeit des Vereins zielstrebig fortführen.

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Denkmalpfleger in Aktion

Damit es weiterhin möglich ist, Schlossbesuchern die historischen Räume zu präsentieren, haben diese von Zeit zu Zeit Pflege nötig. Die Einladung zum Frühjahrsputz nahmen elf aktive Vereinsmitglieder und Unterstützer an. Der Vorstand des Vereins bedankt sich für deren freiwillige, unentgeltliche Mithilfe bei der Denkmalpflege in ihrer Freizeit.

W. Ludewig

 

 

 

Förderverein organisiert Arbeitseinsatz

 

Der Förderverein Schloss Beichlingen möchte auch weiterhin interessierten Schlossbesuchern die historischen Räume präsentieren. Damit das möglich ist, haben diese von Zeit zu Zeit Pflege nötig.

Deshalb findet am 11. März 2017 der diesjährige Frühjahrsputz statt. Mitglieder des Fördervereins und interessierte Bürger sind als Mitwirkende herzlich eingeladen. Dabei müssen wir auf die Tradition der freiwilligen nicht bezahlten Arbeitseinsätze, für Eingeweihte als Subbotniks“ bekannt, verweisen. Fensterputzen und Fußböden Reinigung im Hohen Haus sowie in der Schlosskirche stehen auf dem Programm. So die Kraft ausreicht, sind Anstrichmaßnahmen geplant.

Begonnen wird 9.00 Uhr, späteres Hinzukommen ist möglich.

Der Förderverein ist erreichbar, im Büro im Schloss, Dienstag bis Freitag, 12.00 Uhr bis 16.00 Uhr oder telefonisch unter 03635 403642 bzw. per Email.

W. Ludewig

 Kaltes Tor 0711 1 - Kopie

 

Februar 2017: Unser Vereinsmitglied Andreas Bauer hat sich in den letzten Wochen der Sanierung der Steinbrücke zum Kalten Tor angenommen. Es gab eine ganze Reihe stark ausgebrochener Fugen und damit viele lockere Steine. Mit der Behebung dieser Mängel wird der Fortbestand der Brücke gewahrt. Toll!

 

 

 

Reden zur Veranstaltung des Geburtstages Georg von Werthern, am 20. November 2016

Georg von Werthern  

Sehr geehrte Damen und Herren, verehrte Gäste!

im ersten Teil der Veranstaltung wollen wir uns der Persönlichkeit des Georg von Werthern – Beichlingen nähern und Sie damit auf Anlaß und Thema des Tages einstimmen.

Im Faltblatt, das Ihnen allen auf dem Sitzen vorliegt, sind ein Abriss seiner Biografie und eine Wertung seiner Verdienste enthalten. Aber diese Sicht ist rund 20 Jahre alt. Die historische Forschung kann heute anhand vieler neuer Dokumente ein ausgewogeneres genaueres Bild der Persönlichkeit des Georg von Werthern zeichnen, als das uns vor 20 Jahren möglich war.

2016 20 11 GvW - KopieDaß dies so ist, daran hat unser Gast, Prof. Dr. Hahn, hohen persönlichen Anteil. Ich möchte ihn deshalb bitten, uns im Anschluss sozusagen, den Stand der Forschung zu Georg von Werthern-Beichlingen nahezubringen.

Wir begrüßen ebenfalls herzlich Graf Wolf von Werthern-Beichlingen und seine Gattin, die es sich nicht nehmen ließen, zum Jubiläum anzureisen und so den berühmten Vorfahren zu ehren.

Ein herzliches Willkommen auch an

-        Herrn Lutz Bauer, Bürgermeister von Beichlingen

-        Frau Pfarrerin Kühn aus Kölleda

Ein herzliches Willkommen Ihnen allen, die Sie heute, am Totensonntag, unserer Einladung gefolgt sind.

Sie sind eingeladen, die Ausstellung zu Georg von Werthern-Beichlingen hier im Saal zu besuchen. Das können und sollen Sie tun bei einer Tasse Kaffee oder einem Glas Sekt oder beidem.

Wir haben dafür Zeit bis 15.15 Uhr eingeplant, danach bitte ich Sie alle in die Schlosskirche (15.45 Uhr).

Sehr geehrte Damen und Herren, verehrte Gäste,

heute vor 200 Jahren, also am 20. November 1816, wurde Georg von Werthern-Beichlingen geboren. Dieses Jubiläum ist uns Anlaß, heute Leben und Lebenswerk dieses bedeutenden Vertreters des Geschlechtes derer von Werthern-Beichlingen zu würdigen.

Wir freuen uns, mit Prof. Dr. emerit. Hans-Werner Hahn, bis vor wenigen Jahren Lehrstuhlleiter für neue Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, einen der besten Kenner der neuen deutschen Geschichte hier begrüßen zu können. Prof. Dr. Hahn hat zur Peron des Georg von Werthern-Beichlingen geforscht und publiziert.

Sehr geehrte Damen und Herren, verehrte Gäste,

Unser Förderverein Schloss Beichlingen e. V., dem ich seit fast 2 Jahren vorstehe, hatte die Person des Grafen Georg von Werthern-Beichlingen stets im Blick. Das ergab sich auch ganz einfach aus der Zeit, in der wir begonnen haben, für Schloss Beichlingen zu wirken.

Im Jahre 1991 gründete sich unser Verein. Im Jahre 1995 war der 100. Todestag des Georg von Werthern zu würdigen. Unter der Schirmherrschaft der damaligen Präsidentin des Landtages des Freistaates Thüringen, Frau Christine Lieberknecht, fand ein Kolloquium statt, das namhafte Persönlichkeiten nach Beichlingen führte, darunter auch erstmals unserer Gast, Prof. Dr. Hahn.

Das Grabmal auf dem Weißen Berg und dessen Umfeld wurden um Jahre 1995 neu hergerichtet. Vom Förderverein getragene Arbeits-Beschaffungs-Maßnahmen möchten es möglich.

Unser unlängst verstorbenes Vereinsmitglied Dr. Kurt Weinrich aus Kölleda, war maßgeblicher Ideengeber, Initiator und Motor. Er war es auch, der für das Jahr 1999 ein weiteres Kolloquium zur Freundschaft des Grafen Georg von Werthern-Beichlingen mit Ferdinand Gregorovius organisierte. Dieser Freund fand von 1891 bis 1911 einen zeitweiligen Ruheplatz in der Schlosskirche.

Dem Drängen und der Initiative von Dr. Weinrich ist auch zu verdanken, dass mit Vereins- und Fördermitteln durch die Bildhauerin Grit Bergner aus Halle eine Bronzebüste des Georg von Werthern gestaltet und finanziert werden konnte. Am 20. November 2002 erfolgte deren feierliche Enthüllung.

In den Jahren danach hatte unser Verein natürlich auch andere wichtige „Baustellen". Es wäre zu umfangreich, diese hier zu nennen.

Die langfristige Vorbereitung des 1000jährigen Jubiläums der Ersterwähnung der Burganlage Beichlingen für das Jahr 2014 beanspruchte viel Kraft.

Die erfolgreiche Arbeit des Fördervereins in den 25 Jahren seines Bestehens konnte 2016 gewürdigt werden.

Die Persönlichkeit des Grafen Georg von Werthern-Beichlingen wird uns sicher auch weiterhin beschäftigen. Allein die Pflege der Grabanlage auf dem Weißen Berg, welche als romantischer und denkwürdiger Platz Wanderern ein Ziel bietet, ist eine ständige Aufgabe. Bis zum 150. Todestag, im Jahre 2045 ist allerdings noch eine gute Weile Zeit.

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Dr. Thomas Ludewig: Ansprache am 04.06.2016

 Sehr verehrte Damen und Herren!

 25 Jahre besteht der „Förderverein Schloss Beichlingen e. V.“!

 

Unsere Aufmerksamkeit und Anerkennung verdienen das in dieser Zeit Erreichte und Diejenigen, die es vollbrachten.

 

Fördervereine, so lehrt die Zeit, sind dann von Nöten, wenn Aufgaben zu lösen sind, für die der Staat oder Andere nicht direkt zuständig sind bzw. die keinen Gewinn ver­sprechen. Das trifft im Jahre 1990 für Schloss Beichlingen zu.

Eine Situation ist entstanden, die die weitere Existenz des Schlosses in Frage stellt. Als „Volkseigentum“ beherbergt es in der DDR nacheinander mehrere Bildungsein­richtungen, wovon die Ingenieurschule für Veterinärmedizin „Kurt Neubert“ die letzte und bedeutendste ist. Mit der Bestätigung der Gültigkeit der Enteignungen im Rahmen der Bodenreform durch das Bundesverfassungsgericht, im April 1991, wird die Verfügungsgewalt der ehemaligen Eigentümer ausgeschlossen

2016 04 06 2Der junge Freistaat „Thüringen“ ist zuständig. Die Thüringer Ministerrunde beschließt bereits am 17.12.1990 die „Abwicklung“ der Ingenieurschule für Veterinärmedizin (und anderer Fachschulen).

 

Eine weitere Nutzung des Schlosses als staatlich geleitete Bildungsstätte ist nicht vorgesehen. Der Verkauf, also die Privatisierung, wird angestrebt und 2001 vollzo­gen. Es besteht allerdings ein allgemeines Interesse des Staates und entsprechender Vereinigungen an der Sicherung derartiger historischer Bausubstanzen. Dafür ist Geld zu erhalten, vorausgesetzt es gibt Personen, die sich um solche Ob­jekte bemühen. 

Ehemals mit dem Schloss Verbundene und solche, die ihr Herz für das Schöne Alte entdecken, finden sich.

 

Mit der Gründung des „Fördervereins zur Rettung von Schloss Beichlingen e.V.“ am 06. Juli 1991 ist die Absicht der2016 04 06 3 Erlangung und des Einsatzes von Fördermitteln zum Erhalt der historischen Bausubstanz vordergründig verbunden. Die Niederschrift zur Gründung nennt 13 Namen.

Wie meistens ist aller Anfang schwer. Vor allem sind die Zuständigkeiten von Verein und Akademie Schloss Beichlingen GmbH, die bereits 1990 gebildet wird, festzu­legen. Der gemeinnützige Förderverein kann keine wirtschaftliche Funktion ausüben. Die Verwaltung, der Einsatz und die Abrechnung der Finanzen erfolgen durch die Aka­demie. 

Baumaßnahmen beginnen unmittelbar und sie kommen voran. Die Vereinsmitglieder Jürgen Wittnebert und Dr. Kurt Weinrich sind die Hauptakteure der baulichen Aktivi­täten. Der Förderverein unterstützt diese Maßnahmen vielfach, unter anderem durch Re­cherchen in Archiven und besonders durch Beantragung von Fördermitteln. 

Zunehmend organsiert der Förderverein kulturelle Veranstaltungen und erarbeitet Informationsmaterialien.

 

2016 04 06 91994 erfolgt die Umbenennung in „Förderverein Schloss Beichlingen e.V.“ womit die dominierend kulturelle Ausrichtung seiner Tätigkeit zum Ausdruck gebracht wird. Mit der zunehmenden Zahl der kulturellen Vorhaben steigt der Arbeitsaufwand. Eine ständige Präsenz des Vereins wird erforderlich. 

Dafür und für Beräumungen des Objektes sowie für kleinere Reparaturen stehen in wechselnder Anzahl, jeweils befristet, Kräfte zur Verfügung, die dem Förderverein vom Arbeitsamt im Rahmen von Arbeits-Beschaffungs-Maßnahmen (ABM) zugewie­sen und bezahlt werden.

Eine wesentliche Existenzgrundlage des Fördervereins war und ist außerdem das Recht, Räume im Schloss für seine Aktivitäten kostenlos zu nutzen. Die jeweiligen Eigentümer gewähren das.

Mit der Reinigung, der Instandhaltung und teilweise der Ausstattung der Räume er­bringt der Förderverein Gegenleistungen.       

 

Wenn wir heute eine positive Bilanz des Wirkens des Fördervereins ziehen können, sollten wir diesen Umstand besonders077-04.06.2016 12-05-02 0113 schätzen. Die ersten 10 Jahre Förderverein fallen in eine Zeit der großzügigen Förderung. So­wohl finanziell als auch personell. Diese staatlichen Unterstützungen (auch ABM) entfallen nach 2001. 

Der gemeinnützige Förderverein muß nun seine finanziellen Aufwendungen durch Einnahmen abdecken. Bisher ist das gelungen. Mitgliedsbeiträge, Förderung durch den Schlosseigentümer, Einnahmen für Führungen, Unterstützung durch die Spar­kassenstiftung und private Spender gestatten Machbares. Viele Mitglieder leisten dafür vor Ort uneigennützig und ohne Vergütung manche Stunde. Dem Förderverein gehören heute 64 Personen an, zeitweilig zählten wir über 80. Von den Gründungsmitglieder ist Herr Paul G. Böing noch eingetragen.

Die Leistungen der Pioniere der ersten Stunden verdienen hohe Anerkennung. Ihr Enthusiasmus und ihr Engagement sicherten den Erfolg, den wir heute verbuchen können.

Als Vorsitzende haben Herr Klaus Römhild, Herr Paul G. Böing, Herr Hans Storch und Herr Torsten Köther über Jahre, ein manchmal schlingerndes Schiff gesteuert. Wenn Wellen von Ideen und Empfindlichkeiten hochschlagen, ist es nicht immer leicht, den Kurs zu halten. 

Seit 1994 konzentriert sich der Verein mit Erfolg auf das Bekanntmachen des Schlosses und dessen Entwicklung zu einem Hort der Kultur. Veranstaltungen und Schlossführungen stehen im Mittelpunkt. 

An Führungen im Schloss nehmen jährlich rund 2000 bis 3000 Besucher teil. In den Anfangsjahren kamen bis zu 6.000. Seit 1992 sind das etwa 115.000 Führungs­gäste. Zehn gelungene und gut angenommene Konzerte, Theater für Kinder, Chortreffen und Kabarettdarbietungen gab es 2015. Das soll sich wiederholen. 

Mit der Übersiedlung der für die Schlossverwaltung zuständigen Familie Weise nach Beichlingen gibt es, seit Beginn des2016 04 06 23 Jahres 2014, eine neue Form des Zusammen­wirkens und eine Erweiterung des Veranstaltungsangebotes.

Mit jährlich acht bis zehn zeitweiligen und einigen Dauerausstellungen sollen das Interesse am Besuch des Schlosses geweckt und angehenden Künstlern eine güns­tige Möglichkeit zur Darbietung ihrer Werke geboten werden. Über 100 Ausstellun­gen waren es bisher.

 

Wir können nach 25 Jahren feststellen:

„Der Förderverein besteht, weil die Anpassung an die veränderten Bedingungen ge­lang. Er wurde und wird entsprechend seiner Zielstellungen wirksam“!

Finanzielle Gewinne sind nicht zu verbuchen. Solche hat ein gemeinnütziger Verein auch gar nicht zu beabsichtigen. Somit sind Ergebnisse nur ideell und wenig messbar, etwa an

  • wissensdurstigen Schlossbesuchern, die zufrieden hinabsteigen,
  • Teilnehmern an Veranstaltungen, die gut gelaunt beschließen wieder zu kom­men,
  • Betrachtern von Ausstellungen, die sich vom Schöpfertum der Aussteller anste­cken lassen

kurz gesagt alle Gäste, die wiederholt erscheinen und die neu gewonnen werden, sind Resultat der Vereinsarbeit.

Dennoch sollten wir nicht verkennen, dass die Besucher vorwiegend der älteren Ge­neration angehören. Viele werden einmal wegbleiben. Das Angebot muß sich künftig auch an Jüngere wenden. Hinter allen Ergebnissen der Vereinsarbeit stehen Vereinsmitglieder und Sympathi­santen. Heute wird uneigennützige ehrenamtliche Arbeit immer mehr zur tragenden Säule. Insbesondere denen, die regelmäßig Hand anlegen, spreche ich gern, im Namen des Vorstandes Dank und Anerkennung aus.

Hervorzuheben sind besonders 

Herr Lothar Bechler

Tragende und treibende Kraft über viele Jahre. Vereinsmitglied seit 1992; ab 01.08.1993 erstmals ABM.

Er mobilisiert nicht nur als Ideengeber, sondern schreitet jederzeit zur Tat. Anerkannt ist seine Arbeit als Historiker des Fördervereins.

Frau Pia Bauer

Ihrer Einsatzbereitschaft und Zuverlässigkeit verdankt der Förderverein seit Jahren seine Präsenz. Umsichtig und gewissenhaft löst sie die vielseitigen Aufgaben vor Ort. Am 01.08.1996 kam sie erstmals als ABM nach Beichlingen.

Vielen Dank!

Das Fazit:

Der Förderverein hat in den 25 Jahren seines Bestehens viel bewegt.

Wir können auf eine erfolgreiche gemeinnützige Tätigkeit verweisen.

In die Zukunft sollten wir optimistisch blicken.

Im Namen des Fördervereins darf ich erklären:

Zuversichtlich, im Vertrauen auf

 die Aktivitäten der Vereinsmitglieder,

 die Wertschätzung des Schlosseigentümers,

 die Unterstützung durch Sympathisanten,

 das Wohlwollen von Spendern und

 das nicht nachlassende Interesse treuer Schlossbesucher,

 stehen wir weiterhin für die von uns übernommene kulturelle Mission!

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 Der Förderverein bietet Führungen und Ausstellungsbesichtigungen an: 

Dienstag bis Freitag von 12.00 Uhr bis 16.00 Uhr (letzte Führung 15.00 Uhr)

Sonntag 13.30 und 15.00 Uhr (ab 01. März auch am Sonnabend) angemeldete Führungen sind auch zu jeder anderen Zeit möglich

 

Förderverein Schloss Beichlingen plant für 2016

Der Förderverein Schloss Beichlingen orientiert sich nach einem Rückblick auf neue Vorhaben. Zehn gelungene und gut angenommene Veranstaltungen fanden 2015 statt. Erinnert sei an die Auftritte der Sondershäuser Pipes & Drums, der Spiritual- und Gospel Singers aus Dresden, der Orgelpfeifer aus Schlossvippach als konzertante Höhepunkte. Der klassischen Musik waren das Konzert zur Würdigung des 40jährigen Wirkens des Thüringer Hausmusikkreises, das Violinkonzert von Prof. Grube und das Klavierkonzert von Frau Ugur gewidmet. Auch diese fanden den Beifall zahlreicher Besucher.

Mit zehn wechselnden Ausstellungen bot der Förderverein Schlossbesuchern ein buntes Schauprogramm. Zweifelsfrei ein Höhepunkt war die zweite2015 pipes 21 06 10 Pilzausstellung. Exakt 249 Besucher kamen dazu auf Schloss Beichlingen. 100 Pilzarten aus dem Wald um Beichlingen und Burgwenden waren zu sehen; ein Erfolg.

An Führungen im Schloss nahmen 2243 Personen teil. Damit verzeichnen wir keinen Rückgang und dürfen zufrieden sein, denn mit der Mindestlohnregelung waren wir ab Januar 2015 genötigt, unsere Präsenz stundenmäßig einzuschränken. Dank gilt den Vereinsmitgliedern, die sich an den Wochenenden ehrenamtlich für Führungen zur Verfügung stellen bzw. Veranstaltungen außerhalb der Öffnungszeiten absichern. Dankbar ist der Verein auch dem Landratsamt Sömmerda für die Einbeziehung in die Kreiskulturwochen und der Sparkassenstiftung Sömmerda für finanzielle Förderung.

Für 2016 wird wieder das Machbare geplant. Eine attraktive Ostereierausstellung von Frau Axt aus Kölleda (27.02.2016) und das Frühlingskonzert des Sömmerdaer Frauenchores „pro musica“ (20.03.2016) sind die ersten Veranstaltungen. Als Jahreshöhepunkte sind der 25. Jahrestag der Gründung des Fördervereins (im Juli) und der 200. Geburtstag des Grafen Georg von Werthern-Beichlingen (im November) zu würdigen.

Zuversichtlich, im Vertrauen auf die Aktivitäten der Vereinsmitglieder, die Unterstützung durch Sympathisanten, das Wohlwollen von Spendern und das nicht nachlassende Interesse treuer Schlossbesucher, stehen wir weiterhin für die von uns übernommene kulturelle Mission.

W. Ludewig

 

2015 2803 4 - KopieFreiwilliger Arbeitseinsatz

Am Sonnabend, den 28. März 2015 folgten erfreulicherweise 13 Vereinsmitglieder und 2 Sympathisanten dem Ruf nach einem2015 2803 5 - Kopie Frühjahrsputz.

Es wurde viel erreicht: Großreinemachen im Hohen Haus und in der Schloßkirche (auch die Fenster) sowie die Bereinigung des Hanges!!

Der Vorstand bedankte sich (herzlich) mit Bockwurst und Kuchen bei den Teilnehmern!!

 

PS: wir werden noch einen Aktion Subbotnik 28.3.2015 007starten, um die Fenster im Hohen Haus zu erhalten. Ansonsten werden manche bald unrettbar kaputt sein....

 

 

 

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Beichlingen, den 15.03.2015

Jahreshauptversammlung am 13. März 2015: Der Förderverein Schloss Beichlingen e.V. zieht Bilanz

„Das Jubiläumsjahr 2014 war ein anstrengendes, arbeitsreiches, aber letztlich ein erfolgreiches Jahr für den Verein und ein gutes Jahr für Schloss Beichlingen. Nicht ohne Stolz können wir sagen, dass wir, entsprechend unserer Möglichkeiten, das 1000jährige Jubiläum würdig gestaltet haben“. So wertete die Mitgliederversammlung das Geleistete. Worte des Dankes richtete der Vorstand an alle Vereinsmitglieder und freiwilligen Helfer, die zum Gelingen direkt beitrugen sowie an die Sponsoren, ohne deren finanzielle Unterstützung nichts gegangen wäre. Das sind die Sparkassenstiftung Sömmerda, das Landratsamt Sömmerda, der Freistaat Thüringen, der Schlosseigentümer und weitere Spender. Herr Hans Hörmann, der Eigentümer von Schloss Beichlingen, äußerte zur Festveranstaltung seine Wertschätzung für die Arbeit des Fördervereins. Bei der turnusmäßigen Neuwahl des Vorstandes gab es eine Veränderung.

Der langjährige Vorsitzende, Herr Torsten Köther, bat um Entlastung. Die Mitgliederversammlung wählte Herrn Dr. Thomas Ludewig zum neuen Vorsitzenden. Mit Blick in die Zukunft wird der Förderverein sein Programm für 2015 in Angriff nehmen und die denkmalpflegerischen Aktivitäten fördern.

Der Aufruf zu einem Arbeitseinsatz am 28. März, beginnend 9.00 Uhr, gehört zu den nächstliegenden Aktionen. Geplant sind Kleinreparaturen, Farbanstriche und Reinigung der Fenster in der Schlosskirche und im Hohen Haus.

Am 29. März eröffnet der Kunstkurs seine neue Ausstellung und singt der Gospelchor aus Dresden 15.30 Uhr im Rittersaal. Die Einladung zur Teilnahme geht an die Vereinsmitglieder und an Sympathisanten.

W. Ludewig

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Beichlingen, d. 27.02.2015

                                                                      Infobrief I/ 2015

Liebe Vereinsmitglieder, sehr geehrte Damen und Herren, verehrte Freunde und Förderer des Vereins,

das Jahr 2014 ist Geschichte, der „Alltag“ hat uns wieder. Wir hoffen, unsere Weihnachtszusendung an Sie, speziell die CD, hat allen, die in dem Jahr nicht hier sein konnten, einen Eindruck dazu vermittelt, was 2014 durch den Verein und in Zusammenwirken mit dem Management für Hotel und Restaurant gestaltet werden konnte.
Alles in allem sind wir mit Verlauf und Resonanz unserer Veranstaltungen im Jubiläumsjahr zufrieden.

Entsprechend unseren Möglichkeiten haben wir mitgeholfen, der „1000-jährigen Dame Schloss Beichlingen“ ein würdiges Geburtstagsjahr zu gestalten. Darauf haben wir jahrelang hingearbeitet und die Mühen haben sich gelohnt.

Das neue Jahr 2015 ist nun schon wieder über acht Wochen alt und der Frühling steht vor der Tür. Damit die Zeit bis zum Erscheinen der Beichlinger Blätter im Juni nicht zu lang wird, haben wir uns zu dieser Vereinsinformation I/ 2015 entschlossen, auch deshalb, weil es allerhand gibt, was Sie wissen sollten.

- Das Jahr 2015 ist, was Führungen/ Gästebetreuung betrifft, recht positiv gestartet. Im Januar hatten wir 43 Führungsteilnehmer (2014 = 0) und im Februar waren es 90 Teilnehmer an Schlossführungen (2014 = 22). Das ist doch ein positiver Auftakt, vielleicht auch begünstigt durch das milde Wetter ohne viel Schnee.

- Wir haben unser Veranstaltungsprogramm gemeinsam mit dem Management von Hotel und Restaurant aktualisiert, es ist zu Ihrer Orientierung beigelegt.

- Seit Januar gibt es beim Verein geänderte Öffnungszeiten (siehe Faltblatt). Notwendig wurde das wegen der gesetzlichen Festlegung des Mindestlohnes auf 8,50 €/ Std. Das verkürzte Fazit für uns:
- Mehr Präsenz von Vereinsmitgliedern auf dem Schloss, die hierfür keinerlei Aufwandsentschädigung erhalten.
- Ständige Öffnung von Schlossmuseum und Kunstausstellungen am Wochenende nur dann, wenn Veranstaltungen ohnehin stattfinden.

Wir werden sehen, wie sich in diesem Jahr unter den veränderten Bedingungen unsere Arbeit gestalten wird und hoffen, dass größere Probleme nicht auftreten werden und die Einnahmen nicht zu sehr zurückgehen. 

- Wir mussten den Termin unserer Jahreshauptversammlung verlegen. Nicht, wie in der letzten Vereinsinformation genannt am 4. März, sondern am 13. März um 17:00 Uhr wird die Versammlung stattfinden. Wir würden uns über eine rege Teilnahme freuen, sind aber auch offen und dankbar für Hinweise, Kritiken und Vorschläge zu unserer Arbeit, die Sie uns im Vorfeld der Versammlung zukommen lassen, wenn Ihnen eine Teilnahme nicht möglich ist.

- Am 28. März haben wir uns entschlossen, einen Arbeitseinsatz zur Verschönerung der Schlossanlage durchzuführen („Subbotnik“ – Frühjahrsputz). Wir würden uns auch hier über eine rege Teilnahme freuen. Beginn 8:30 Uhr, Ende ca. 12:00 Uhr. Im Hohen Haus sind Fensternischen zu verkitten und Fensterrahmen zu streichen, auch putzen der Fenster ist wieder nötig. An der Schlosskirche sind ebenfalls Fensterrahmen zu streichen. Am Schlossberghang soll im vorderen Teil das Gestrüpp beseitigt werden. Es gibt also viel zu tun und wir planen deshalb für den Herbst einen weiteren „Subbotnik“.

- Seit Januar, und das ist natürlich auch für uns eine gute Nachricht, hat das Schlossrestaurant mit Daniel Reuber einen neuen Chefkoch. (dazu Zeitungsbeitrag).

- Wir starten unsere kulturellen Aktivitäten am 29. März mit einem Gospelkonzert (hatten wir noch nie!) und einer ersten Vernissage. Über möglichst viele Besucher gerade auch aus dem Kreis der Vereinsmitglieder und Helfer des Vereins würden wir uns sehr freuen. Bitte merken Sie sich diesen Termin vor.

- Dass wir uns vom Naturschutzgroßprojekt „Hohe Schrecke – alter Wald mit Zukunft“ auch für Schloss Beichlingen positive Effekte versprechen und dass wir dieses Projekt entsprechend unserer Möglichkeiten unterstützen, davon konnten Sie schon im vergangenen Vereinsinformationen lesen. Wir haben den Eindruck, das Projekt „nimmt langsam an Fahrt auf“. Eines dieser Projekte ist eine Wochenexkursion Ende April, die von Schloss Beichlingen aus die schönsten und interessantesten Stellen der „Hohen Schrecke“ möglichst vielen Besucher nahe bringen soll. Die Ausschreibungen und die Angebote liegen bei. Wenn Sie selbst Interesse und Lust haben, es sind noch Busplätze frei. Vielleicht kennen Sie aber auch im Bekanntenkreis Leute, die sich für solche Reiseangebote der besonderen Art interessieren. Wie sich das Naturschutzgroßprojekt im Internet neuerdings präsentiert, entnehmen Sie bitte den beigefügten Pressebeitrag.

- Auch unsere Internetpräsentation wird ständig bearbeitet und ggf. aktualisiert. Es lohnt sich also, hin und wieder einmal hinein zuschauen.

In der Hoffnung, Sie in gebotener Kürze informiert und orientiert zu haben, grüße ich Sie herzlich. Bleiben Sie Schloss Beichlingen und dem Verein verbunden.
Die Ausgabe 1/ 2015, Nr. 42 der Beichlinger Blätter dürfen Sie im Juni erwarten. Die Auswertung der Jahreshauptversammlung vom 13. März wird darin ein Thema sein.

Mit freundlichen Grüßen

Tosten Köther
Vereinsvorsitzender

 

Förderverein im Jahre 2015

Es war ein anstrengendes, arbeitsreiches, aber letztlich ein erfolgreiches Jahr für den Verein und für Schloss Beichlingen, das Jahr 2014. Nicht ohne Stolz können wir auf ein würdig gestaltetes 1000jähriges Jubiläum verweisen. 2.500 Besucher kamen zu den Veranstaltungen. Unser Dank und Anerkennung gilt ihnen und all denen, die das Gelingen gewährleisteten.
Mit der Zeit zu gehen bedeutet für den Förderverein im Jahr 2015, wieder Aktivitäten zu planen, um das Schloss zu beleben. Das geschieht abermals in Abstimmung und gemeinsam mit der Schlossverwaltung. Bewährtes und Neues findet man im Programm. So erklingt zum Auftakt der musikalischen Veranstaltungen erstmals Gospelmusik im Rittersaal. Sie kommen aus Dresden, die Spiritual & Gospel Singers. Seit 1982 pflegen Sangesbegeisterte diese Art von Musik.

Bereits einmal, und das mit viel Resonanz, musizierten die Orgelpfeifen aus Schlossvippach in der Schlosskirche. Das wiederholt sich im Juli. 
Hotel & Restaurant offerieren unter anderem ein Indianerfest, ein Schlossfest und Märkte mit unterschiedlichen Angeboten.

Alles in allem fordern die Vorhaben wieder viel Kraft. Da geht es, infolge neuer gesetzlicher Bestimmungen, um weit mehr ehrenamtliche Einsatzbereitschaft von Vereinsmitgliedern und Unterstützern. Wir hoffen auf viel Bereitschaft. Vorerst ist der Verein jedoch veranlasst, die Zeiten für regelmäßige Führungen und Ausstellungsbesichtigungen zu reduzieren auf:

Dienstag bis Freitag 12.00 Uhr bis 16.00 Uhr (letzte Führung 15.00 Uhr) 
Sonntag 13.30 Uhr und 15.00 Uhr (ab 01.März auch Sonnabend und Feiertage)
Führung angemeldeter Gruppen auch zu anderen Zeiten

Wir wollen dennoch, den Wünschen treuer und neu interessierter Schlossbesucher gerecht werden. Wir bemühen uns, ständig Sehens- und Erlebenswertes zu bieten. So ist zum Beispiel vorgesehen, in der Schlosskirche Dokumente zur Geschichte und Rettung derselben zu zeigen.               W. Ludewig

 

Am Ende des Jubiläumsjahres

Schloss Beichlingen wurde im Jahre 1014 erstmals schriftlich erwähnt. An die 1000jährige Existenz galt es zu erinnern und möglichst vielen Besuchern ein Stück Heimatgeschichte zu vermitteln. Rund 40 Veranstaltungen standen auf dem Plan des Fördervereins und der Schlossverwaltung, die direkt oder mittelbar auf das Jubiläum Bezug nahmen. Zufrieden kann heuteFörderver. Weifei 17.12.2014 010 gesagt werden: „Es ist geschafft“.

Die Eröffnung am 23. März mit dem Entrollen des Banners, der Vernissage der ersten Ausstellung und dem Auftritt der Chores des Kultur-und Museumsvereines Kölleda hob das Thema des Jahres hervor. Sichtbar gemacht mit neuen bzw. veränderten, auf die Renaissance bezugnehmenden Kostümen der Akteure. Mit der Eröffnung am 4. Mai wurde durch eine umfangreiche Ausstellung von Dokumenten und Darstellungen zu Ereignissen Geschichte sichtbar gemacht. Wie geplant zog das zweitägige Schlossfest Ende August viel Publikum an. Der Freie Ritterbund Thüringen gab ihm das Gepräge. Bilder vom Schloss, die mit unterschiedlichen Techniken entstanden, zeigte der Kunstkurs des Kultur- und Museumsvereines Kölleda. Der Fotomeister Peter Radtke aus Sömmerda präsentierte in einer umfangreichen Schau attraktive Arbeiten von und um Schloss Beichlingen.

Förderver. Weifei 17.12.2014 015Als Höhepunkt ist zweifellos die Festveranstaltung am 7. November zu bezeichnen. Gemeinsam mit dem Förderverein hatte der Eigentümer, Herr Hans Hörmann, eingeladen. 
Das und viel mehr kam zur Sprache als der Förderverein die Mitwirkenden zu einer gemütlichen Runde geladen hatte. Der Dank sollte an diejenigen abgestattet werden, die alles ermöglichten. Denn trotz finanzieller Förderung durch den Eigentümer des Schlosses, das Landratsamt Sömmerda, die Sparkassenstiftung Mittelthüringen sowie ungenannter Spender, war umfangreiche Eigenleistung gefragt. Die historische Ausstellung zum Beispiel war zu konzipieren und dafür Exponate selbst anzufertigen. Einen Auftrag für professionelle Agenturen konnte der Verein nicht finanzieren. Für die Darstellung dieser Ereignisse stand, erst nach entsprechenden Arbeiten ein geeigneter Raum zur Verfügung. In Arbeitsstunden lässt sich nicht ausdrücken, welche Zeit allein in dieser Präsentation steckt, zu der Schautafeln und Ständer umzuarbeiten waren. Alle 40 Veranstaltungen im Schloss mussten vorbereitet und abgesichert werden, wobei insbesondere das Schlossfest viel Kraft erforderte. Da sind nicht nur Räume zu säubern, Fenster zu putzen, Tische und Stühle zu rücken oder Dekorationen anzubringen. Da sind auch Getränke auszuschenken, Fettbrote zu schmieren, Geschirr zu spülen und vieles mehr.

Es gelang, Helfer zu gewinnen, die sich für diese Herausforderungen engagierten. Damit war es überhaupt möglich, ein solch umfangreiches Programm abzuarbeiten. Es gibt sie also noch, die Bereitschaft, etwas ohne Vergütung jeder Leistungseinheit zu tun. Der Förderverein ist glücklich darüber und dankt den Frauen und Männern ganz herzlich. Mit der Würdigung ihrer und der ehrenamtlichen Arbeit der aktiven Mitglieder des Fördervereins rechnen wir das Jahr 2014 positiv ab.

Wir wünschen uns allen ein erfolgreiches „Neues Jahr“!
W. Ludewig

 

Thüringer Ehrenamtszertifikat für den Förderverein Schloss Beichlingen e.V.

Zur Tagung der Ortschronisten auf Schloss Beichlingen überreichte der Landrat des Kreises Sömmerda, Herr Harald Henning, dem Förderverein Schloss Beichlingen das Thüringer EhrenamtszeEhrenamtazertifikat032rtifikat. Das Landratsamt hatte es beantragt. Für die anwesenden VereinsmitgliederIMG 0361 war dieser Akt eine pure Überraschung. Natürlich freuen wir uns sehr über die Anerkennung unseres Engagements. Vieles wurde gerade im Jubiläumsjahr 2014 ehrenamtlich geleistet, um Schloss Beichlingen würdig zu präsentieren. Viele Vereinsmitglieder und Unterstützer bewiesen auch zu ungewöhnlichen Zeiten hohe Einsatzbereitschaft. Die Gesellschaft tut gut daran, Solches zu würdigen. Ohne derartigen Idealismus würde sie in der rational geprägten Zeit zusehends verarmen. Das ist erkannt. Die Ehrenamtsstiftung und der Freistaat treten für die Förderung dieses uneigennützigen Tuns ein. Ehrenamtliche Tätigkeit beruht auf dem Drang, etwas für die Gesellschaft zu bewirken. Wem dieser eigen ist, der engagiert sich auch ohne Aussicht auf Entlohnung. Es gibt viele Mitbürger, die fragen: „Warum macht ihr das, ihr seid doch schön dumm“? Wir möchten uns nicht egoistisch zurückziehen, nur warten, ob etwas geschieht und sich dann darüber monieren, dass nichts passiert. Seit 1991 besteht der Förderverein Schloss Beichlingen e.V., dem 60 Mitglieder angehören. Ursprünglich gegründet „zur Rettung von Schloss Beichlingen“. Auch damals sagten viele: „Das Schloss ist über 1000 Jahre alt und auch seit 1945 erhalten worden, weshalb müssen sich jetzt die Bürger in einem Verein für seine Rettung einsetzen?“  Heute wissen wir, dass es notwendig war und was der Verein mit ehrenamtlicher Tätigkeit bewirkte. Die historische Bausubstanz des Schlosses ist gerettet. Gäste kommen und lassen sich erklären, was hier war und ist. Konzerte, Ausstellungen und andere Veranstaltungen ziehen Besucher an. Vereinsmitglieder stellen ihre Kraft zur Verfügung und verwirklichen ihre Ideen. Es ist das Bedürfnis zu tun, was sonst keiner tut. Zur Festveranstaltung am 7. November, anlässlich 1000 Jahre Ersterwähnung, sagte Lokalhistoriker Lothar Bechler, der viele Jahre umfangreiche Arbeit im Förderverein leistet: „Vielleicht geht ja auch von dieser altehrwürdigen Anlage eine magische Kraft aus, und sie geht über auf die, die lange genug in diesen Mauern geweilt haben. Manchmal glaube auch ich, diese Kraft zu spüren, vor allem hier, im Hohen Haus.“ Es geht den Aktiven nicht IMG 0369darum, als „geehrt“ zu glänzen, wenn sie sich ohne Vergütung oder über die vereinbarte Zeit hinaus einbringen. Ein übernommenes Ehrenamt ist eine freiwillige Verpflichtung. Die Akteure bleiben auch meist namenlos. Für die Auszeichnung danken wir herzlich. Wir hoffen sehr, dass uns die Förderer und Unterstützer weiter gewogen bleiben. Gern möchten wir auch künftig zum Erhalt dieses Baudenkmals der Spätrenaissance beitragen und die Gemäuer beleben. Wir wünschen uns, dass viele Schlossbesucher weiterhin ihre Zuneigung bekunden, in dem sie gern wieder kommen, um Heimatgeschichte zu erleben.

                                                                                                                                                                      Dr. W. Ludewig

 

 

Artikel Ortschronisten031Am 24. Oktober trafen sich aus Anlaß des 1000jährigen Bestehens ca. 80 Ortschronisten im Rittersaal auf Schloß Beichlingen. Die Presse berichtet darüber.

In diesem feierlichen Rahmen wurde das ehrenamtliche Bestreben des Fördervereins gewürdigt, indem uns das Thüringer Ehrenamtszertifikat verliehen wurde.

 

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Der Fachschullehrer Dr. Werner Ludewig hat im August 2014 seine Broschüre "Ingenieurschule für Veterinärmedizin - Kurt Neubert, Beichlingen" überarbeitet, in Text und Farbfotos ergänzt und als 2.ISV 2014 Auflage veröffentlicht. 

 

Sie umfaßt 132 Seiten und kostet 11 €, erhältlich im Shop des Fördervereins. 

 

 

2014 Juli 1 - Kopie

 

Im Gräflichen Schlafzimmer wurden die Pfosten des Himmelbetts von den Vereinsmitgliedern L. Bechler und W. Krüger, nach historischem Vorbild, verlängert und damit der Abstand zum Fußboden vergrößert. Der Betthimmel schützte vor Ungeziefer, das von oben gefallen kam. Und die Vorhänge schützten die Schlafenden vor Kälte und Zugluft, indem sie aus den Betten einen in sich geschlossenen Raum machten. Somit konnten zumindest die Adeligen des Mittelalters geruhsame Nächte verbringen......

 

 

 

 

 

Kopie von 2014 0906Nach monatelanger Bauzeit wurde am 10. Juni 2014 das Gräfliche Kinderzimmer als ein weiterer GalerieraumKopie von 2014 0906 1 fertiggestellt.

 

Der letzte noch zu gestaltende Raum in der zweiten Etage des Hohen Hauses von Schloss Beichlingen, in alten Inventaren aus dem 17. Jahrhundert auch als „herrschaftliches Kinderzimmer“ bezeichnet, wird derzeit für museale- bzw. Ausstellungszwecke hergerichtet.

Die Fotos geben einen ersten Eindruck von den Möglichkeiten, die dieser Raum künftig bieten kann. Der Arbeitsaufwand zur Herrichtung des Raumes war beträchtlich. Besonders die Vereinsmitglieder Lothar Bechler, Dr. Thomas Ludewig, Andreas Bauer und Kurt Freitag haben sich hier handwerklich betätigt. Zu danken ist auch dem Elektromeister Rainer Becker (Beichlingen) für die Neuverlegung von Stromkabeln.

 

Erstmals soll der Raum im Juli eine Ausstellung aufnehmen.
Damit gibt es für Künstler erweiterte Möglichkeiten, ihre Werke darzustellen. Dem Besucher eröffnet sich damit die schöne Möglichkeit, die 3 Ausstellungsräume auf dieser Etage in Form eines Rundganges zu besichtigen. 
  

Anfahrt und Kontakt

Eingebettet in eine abwechslungsreiche, bewaldete Hügellandschaft am nordöstlichen Rand des Thüringer Beckens hat sich mit Schloss Beichlingen ein imposantes und vielseitiges Baudenkmal über Jahrhunderte erhalten.

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Restaurant Schloss Beichlingen lädt die Gäste am 28. und 29. März zum Osternbüfett ein.