Vom 15.07. bis zum 02.09.2018 zeigt das Malerehepaar Marita Wagner/ Volker Könitzer unter dem Titel: „An- und AbSichten“ im Schloß Beichlingen Arbeiten auf Papier, ergänzt von Holzschalen von Lorenz Lepper.

 

2018 Wagner 2Wie bei fast allen Malerpaaren ist es spannend, Verwandtschaften und Gegensätzen nachzuspüren.

Beide, Frau Wagner und Herr Könitzer, malen freie Landschaften in einer Mischtechnik mit kaschiertem Seidenpapier, Tinte, Tusche, Tempera und Kreide. Aber schon bei der Technik, die organische anmutende Farben entstehen lässt, finden sich unterschiedliche Handschriften.

 

Frau Wagner zeigt außerdem Stileben und Aquarell-Miniaturen mit Motiven aus der näheren Umgebung (von ca. 5x5 cm; vor 25 Jahren begann sie, jedes Jahr ca. 12 Miniaturen für Mini-Kalender zu malen.)

Herr Könitzer zeigt neben freien Landschaften Blumen, Interieurs und Köpfe.

 

Bei der Mischtechnik, die zu einem spielerischen Beginnen einlädt und wo zunächst der Zufall „mitmalt“, beginnt dann ab einem Punkt das bewusste, absichtliche Arbeiten. So drängte sich – wegen der Landschaftsansichten und weil bei der freien Malerei immer persönliche Ansichten erahnbar sind – der Titel „An- und AbSichten“ auf.

Während Frau Wagner seit dem (Mathematik-)Studium malt, hat Herr Könitzer später über die Fotografie zur Malerei gefunden.

Nach den Antrieben gefragt, nennen beide: Farbe und das Bedürfnis zu malen.2018 Wagner 3

 

In der letzten Zeit hat das Malerpaar Kurse und workshops bei Roger Bonnard (Weimar) und Harald Reiner Gratz (Schmalkalden) besucht; Frau Wagner ist Mitglied im ARTig e. V. Gera (Mentorin: Barbara Toch).

 

Lorenz Lepper hat – zunächst nur für sich und Freunde - mit der Kettensäge aus Edelhölzern Schalen gesägt und durch spezielles Trocknen reißen lassen. Dabei entstehen interessante Formen, die über die Funktion hinausgehen.

Während bisher in Ausstellungen von Frau Wagner nur wenige Objekte von Herrn Lepper gezeigt wurden, stellt er im Schloß Beichlingen erstmals eine Kollektion seiner Schalen vor.

 

 

Volker Könitzer: Zum eigenen Malen

2018 Könitzer

"Anreiz zum Malen sind Farben, irgendwo und irgendwann aufgenommen, die sich zum2018 Könitzer 1 Teil unbewußt einstellen und auf das Papier drängen, und mit dazu genommenen Formen ein Spiel aufnehmen. Da ist auch ein bewußtes Innehalten, um Gedanken, Eindrücke, Erfahrungen und Emotionen wirken zu lassen.

In meiner Malerei suche ich einen Wechsel, die Spannung zwischen Realem und freier Gestaltung. Die abbildende Funktion von Farbe und Form treten mal mehr und mal weniger in den Hintergrund. Die Schnittstelle zwischen Abstraktion und Figuration ist Ansporn."

 

Der Förderverein ludt die Besucher zu diesen Entdeckungen herzlich ein.

 

 

 

Anfahrt und Kontakt

Eingebettet in eine abwechslungsreiche, bewaldete Hügellandschaft am nordöstlichen Rand des Thüringer Beckens hat sich mit Schloss Beichlingen ein imposantes und vielseitiges Baudenkmal über Jahrhunderte erhalten.

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