Lehrerbildungsanstalt Beichlingen, die Jahre 1945 - 1950 

Als Lehrerbildner auf Schloss Beichlingen

Aus den Lebenserinnerungen von Friedrich Toepfer (1883-1966)

Zu Beginn des Jahres 1946 wurden mit größter Beschleunigung in den Kreisen des Landes Sachsen-Anhalt Institute für die Ausbildung von Neulehrern eingerichtet, und zugleich setzte durch alle politischen Instanzen in der Öffentlichkeit eine nachdrückliche Werbung für den Lehrerberuf ein, in erster Linie in den Arbeiter- und Bauernkreisen, wobei wenig geistige Voraussetzung gestellt aber reichlich Stipendium versprochen wurde. Mit diesen Maßnahmen auf dem Gebiete des Schulwesens hatte auch für mich die Stunde zum Beginn eines neuen Lebensabschnittes begonnen. Ich nahm nach einigem Zögern einen Ruf des Ministeriums für Volksbildung in Halle an, den Dienst als Direktor einer Lehrerbildungsanstalt auf Schloss Beichlingen aufzunehmen. Und so begann Anfang März 1946 der neue Lebensabschnitt als Direktor der Lehrerbildungsanstalt (kurz: LBA) auf Schloss Beichlingen, von dem ich nun ausführlicher berichten werde.

Schloss Beichlingen ist ein landschaftliches Juwel in meiner engeren Heimat. Am Waldhang der Schmücke grüßt weit in das Thüringer Zentralbecken hinein ein majestätisches Schloss, das seit dem 11. Jahrhundert der feudale Herrensitz zweier alter Grafengeschlechter, der Herren von Beichlingen und - vom Jahre 1519 an - der Grafen von Werthern gewesen war. Der Romantiker hätte träumerisch den Gestalten der Vergangenheit nachsinnen und den Wolken nachschauen können, die über die bemoosten Gemäuer ziehen. Aber dazu gab es für den Gegenwartsmenschen, der hier an alter romantischer Stätte eine ungemein schwere und verantwortungsreiche Aufgabe lösen sollte, keine Zeit. An der Stätte, wo ein altes Grafengeschlecht durch die Bodenreform enteignet worden war, sollten nun rein aus dem Nichts Schuleinrichtungen geschaffen und junge Menschen in Acht- oder Zwölf-Monatskursen für den praktischen Schuldienst ihre erste Ausbildung erhalten. In einem Internatsleben sollten junge Menschen beiderlei Geschlechts in Kursen von je ca. 150 Teilnehmern wissenschaftlich und methodisch mit dem notwendigsten Rüstzeug für die Erteilung des Unterrichts an unseren Volksschulen ausgebildet werden.

Rahmenpläne für diese Arbeit waren ja leicht gegeben, auch an einer strengen Aufsicht durch sowjetische Kulturoffiziere fehlte es nicht. Allein, wie sah die Schulwirklichkeit aus, zunächst bezüglich der Schuleinrichtungen? Wir waren in ein vollständig ausgeplündertes Schloss eingezogen, in kahle Räume ohne Möbel, ohne Betten, Tische und Stühle, in eine große herrschaftliche Küche ohne einen Teller und Löffel. Besatzungstruppen hatten die Einrichtungen zerstört und verschleppt, und auch die einheimische Bevölkerung war bei diesem Treiben nicht unbeteiligt geblieben. Die notwendigsten Einrichtungsgegenstände für ein Internatsleben, die einfachsten Utensilien für die Aufnahme eines Schulbetriebes mussten beschafft werden in einer Zeit, wo die Handwerker über keinerlei Material, nicht über einen Nagel verfügten, wo es weder Kreide, noch Tinte, noch Papier zu kaufen gab. Die deutsche Wirtschaft musste ja buchstäblich aus dem Nichts aufgebaut werden. Damals tröstete die Parole "Aus eigener Kraft zu einem besseren Leben" und half uns, über schwerste Nöte und Entbehrungen hinwegzukommen.

In dieser Notlage, mit der wir unser Schulleben begannen, erließ der Landrat des Kreises eine dringende Aufforderung an die Bevölkerung der Gemeinden, entbehrliche Möbelstücke, Betten, Schränke, Tische und Stühle an die Lehrerbildungsanstalt auf Schloss Beichlingen abzugeben. So statteten wir unsere Wohn-, Schlaf- und Unterrichtsräume mit alten Möbeln von den Hausböden auf, die oft nicht den Transport wert waren, und nur selten konnte ein Möbelstück zur Zierde gereichen. Da brachen manchmal die Stuhlbeine und Bettstellen unter den Kursisten zusammen, in die Vorträge der Dozenten mischten sich die Quietschtöne der altersschwachen Sitzgelegenheiten, und der alte Hausmeister namens Stichling wurde nie fertig mit der Reparatur alter, invalider Möbelstücke. Was aber kostete es für Bemühungen, die Strohsäcke für das Lager der Kursisten zu beschaffen, die meist nichts weiter mitbrachten, als den schlechten Anzug, den sie auf dem Leibe trugen, weil sie entweder Umsiedler waren oder als Soldaten und ehemalige Kriegsgefangene zu uns kamen. Und wie schwer war es doch, einen Teller, Kochtopf oder Löffel aufzutreiben und eine Küche zur Versorgung von ca. 150 hungrigen Menschen notdürftig auszustatten. Und doch wurde es geschafft, und nur schwer konnten wir uns nach ein paar Jahren, als unsere Lehrerbildungsanstalt den Zeitverhältnissen nach musterhaft eingerichtet war, an unseren schweren, jammernswerten Anfang erinnern. Wie dürfte ich es da unterlassen, an meinen getreuen und unermüdlichen Wirtschaftsleiter Paul zu denken, der als ehemaliger Stabszahlmeister ein vorzüglicher Organisator war. Mit ihm durchreiste ich im Auto das Land nach allen Richtungen, um die notwendigsten Dinge für unsere Existenz aufzuspüren und zu kaufen. Es fehlte uns ja nicht an Geld; denn die Regierung bewilligte großzügig die Mittel, allein man konnte die Dinge nicht kaufen, die man brauchte, nicht mal die elementarsten, um persönlich zu existieren und ein Schulleben zu organisieren. In ärmlichster Kleidung, mit elendem Schuhwerk liefen besonders unsere Männer herum, mit schlechter Tonseife konnte man sich nicht ordentlich waschen und die Klingen zum Rasieren waren Mangelware. Nur allmählich verbesserte sich die Lage, so dass die notwendigsten Mittel für einen Unterricht beschafft werden konnten: Schreibhefte, Federn und Tinte, Kreide und einige Schulwandtafeln, für die allerdings lange Zeit der Anstrich fehlte.

Und doch ging es immer rüstig vorwärts, und als ich 1950 Beichlingen verließ, da konnte sich die 2019 02 LBA TöpferLBA schon sehen lassen: sie hatte schön ausgestattete Räume, verfügte über eine gute Lehrmittelsammlung und Bibliothek, über einen Bechstein-Flügel, zwei Klaviere und ein Harmonium und eine heizbare, festliche Aula im "Hohen Haus". Ja, es ist nicht überflüssig, dass ich das Attribut "heizbar" hinzufüge; denn schon heute können wir kaum ermessen, was es im Jahre 1948 für Bemühungen kostete und Sorgen machte, einen Großraumofen zu beschaffen. Wenn ich auf alle diese Schwierigkeiten in ihren Einzelheiten auch weiterhin eingehe, so geschieht es nicht, um persönliche Leistungen zu beleuchten, wohl aber sollen sich spätere Geschlechter bewusst werden, unter welchen Verhältnissen sich der Wiederaufbau unseres Schulwesens nach dem 2. Weltkrieg vollzog und welche schwere und aufopferungsvolle Arbeit, im besonderen auf dem Gebiete der Lehrerbildung, damals geleistet worden ist.

Eine ausführliche Betrachtung aber darf bei der Schilderung unserer materiellen Lage die damalige Ernährungswirtschaft beanspruchen, denn auf diesem Sektor gab es die größten Schwierigkeiten zu überwinden. Die Eröffnung der Lehrerbildungsanstalt auf Schloss Beichlingen im Jahre 1946 fiel in die Jahre, in denen unsere Ernährungslage einen Tiefstand erreicht hatte, der sich in einem Internatsleben, wo junge Menschen bei hohen Anforderungen an geistige Leistungskraft beköstigt werden sollten, schwer bemerkbar machen musste. In dieser Notlage konnte der beste Koch uns nicht helfen, wenn in Vorratskammer und Keller nichts zu finden war. Ich hatte die Schwierigkeit der Lage von Anfang an im Auge gehabt und zur Verbesserung unserer Ernährungslage den Plan gefasst, mit unserer Lehrerbildungsanstalt ein Schulgut zu verbinden. Dabei waren nicht nur wirtschaftliche, sondern auch pädagogische Gründe maßgebend, wie aus späteren Ausführungen ersichtlich sein wird. Im Herbst 1946 gab die sowjetische Kreiskommandantur 120 Morgen Land ab, das bislang von ihr bewirtschaftet worden war, das ich nach langen Verhandlungen für unsere Schule zugeteilt erhielt, worüber die Beichlinger Bauern recht verärgert waren, weil sie das gern weiter unter sich aufgeteilt hätten, besonders diesen Komplex, der bestes Ackerland war. Überhaupt brachte das Dorf der Schule und ihren idealen Bestrebungen gegenüber wenig Verständnis auf, suchte vielmehr überall seine eigenen materiellen Vorteile und bereitete mir viel Ärger, obwohl ich immer bestrebt war, mit der Dorfgemeinschaft in guter Harmonie zu leben und es dafür, besonders auf kulturellem Gebiet, zahlreiche Beweise gab.

Nun war es mit unserem Schulgut gerade so, wie mit unserem Anfang überhaupt: wir hatten die 120 Morgen Land, sonst aber kein lebendes und totes Inventar, keinen Schwanz und keinen Harkenstiel, und doch wollten wir ernten und besser leben. Dabei erwuchsen uns nun dieselben Schwierigkeiten wie bei dem sonstigen Schulaufbau, denn Ackergeräte zu beschaffen oder Pferde, Kühe, Schweine und Hühner als Grundlage einer Viehhaltung bereiteten uns Schwierigkeiten und Rückschläge, an die ich nicht gern zurückdenke. Und trotzdem stand bei meinem Abschied von Schloss Beichlingen unser Schulgut auf einem soliden Grunde, der Acker war in guter Kultur, wir hatten drei Pferde und eine eigene Nachzucht, 4 Kühe, eine schöne Schweinezucht und ein zahlreiches Hühnervolk. Ich merkte doch, dass in mir noch Bauernblut lebendig war, und wie ich in den Lehrsälen begeistert in meinem Berufe stand, so ging ich zu jeder Zeit mit großem Interesse durch unsere Viehställe und freute mich über die Arbeit und über den Stand der Früchte auf unseren Feldern.

Freilich brachte uns das Schulgut anfänglich nichts und später auch nur wenig Gemüse für die Verbesserung unserer Lebenslage, denn wir standen wie die Dorfbauern unter den harten Ablieferungsbedingungen und wurden argwöhnisch beobachtet, dass es uns nicht zu gut ging. Und wir führten wahrlich kein Schlaraffenleben, im Gegenteil, Schmalhans war bei uns Küchenmeister, und wir haben den Hunger richtig kennen gelernt. 300 Gramm schlechtes Brot täglich gibt nur wenig Schnitte, und minderwertige Marmelade darauf auch keine Kräfte; denn die Butter, die wir bekamen, reichte für eine robuste Natur nur für einen Brotaufstrich. Was sollten uns aber unsere Küchenmeister aus den vollständig unzureichenden Zuteilungen an Fleisch, Fett, Gemüse und Hülsenfrüchten für schmackhafte und ausreichende Mahlzeiten bereiten? Sie waren ja auch bei all ihren Talenten keine Zauberkünstler, wir hatten Not, und ich habe sie ehrlich mit meinen Kursisten geteilt. Ich sah sie oft erschöpft auf dem Wege in die oberen Etagen auf den Treppenstufen stehen. Sie litten Hunger, und wir mussten doch hohe Ansprüche an ihre Leistungskraft stellen. Möhren, Kohlrüben und Graupen standen immer wieder auf unserem Speisezettel.

Die schlechte Ernährungslage der ersten Jahre hat mir daher auch viel Kummer und Ärger bereitet. Mit Sorge sah ich jedes Jahr die Kirschenernte kommen. Wir hatten ja in Beichlingen so herrliche Kirschplantagen. Und wenn die süßen Früchte schon satten Mäulern schmecken, wie müssen sie erst recht einem hungrigen Magen willkommen sein. Der Direktor aber musste den Kirschendieben die härtesten Strafen androhen. Immer sollten die Diebe auch die vom Schlosse gewesen sein, und die Beschwerden nahmen kein Ende. Weit schlimmer aber war es zur Zeit der Getreideernte. Dann gingen unsere jungen Männer und Frauen hinaus aufs Feld zum Ährenlesen, besser gesagt, die Not trieb sie hinaus, und kein Direktor konnte sie daran hindern. Dass es dabei nicht so säuberlich zuging, kann man sich wohl denken. Dann wurde im Park gedroschen, auf der Kaffeemühle gemahlen und gebacken, dass es eine Lust war, nur nicht für den Direktor, den die Bauern wieder mit Beschwerden überhäuften. Sonnabends konnte man aber die Beichlinger Kursanten mit straff gepackten Rucksäcken am Bahnhof von Kölleda sehen, wie sie in ihre Heimat reisten und den Müttern, Kindern oder Eltern die Produkte ihres Fleißes als Geschenk mitbrachten und große Freude weckten, denn die daheim hatten nicht weniger Hunger als sie selbst. Am schlimmsten war es zur Zeit der Mohnernte, denn die Aussicht, über die gesammelten Mohnkapseln zu Öl zu kommen, war ja zu verlockend. Freilich kam es bei diesen Aktionen sogar zu polizeilichen Hausdurchsuchungen, und es braucht wohl kaum vermerkt zu werden, dass solche Erlebnisse in einer Lehrerbildungsanstalt nicht zu den angenehmsten direktoralen Erinnerungen gehören. Gewiss verbesserte sich unsere Ernährungslage von einem Kursus zum anderen, doch ließ unsere Verpflegung in Anbetracht der Gesamtlage unserer Wirtschaft immer zu wünschen übrig.

So bevölkerten sich nun die Räume des alten Herrschaftshauses mit einer bunt zusammengewürfelten Schar junger Männer und Frauen, und das feudale Grafenschloss sollte eine Lehrerbildungsstätte werden, treffender gesagt ein Treibhaus zur künstlichen Züchtung von Menschen, die in einem Schnellverfahren zur notdürftigen Unterrichtserteilung an unseren Schulen befähigt werden sollten. Wer zählt die Völker, nennt die Namen, die gastlich hier zusammenkamen? So hätte man mit Schiller ausrufen können, als zu Anfang des Jahres 1946 der erste Neulehrerlehrgang in größter Eile auf die Beine gestellt wurde. Eine lebhafte Werbeaktion für den Beruf des Neulehrers setzte ein, Partei, Behörden und Presse forderten die Jugend zum Eintritt in die neu eingerichteten Lehrerbildungsanstalten auf, Stipendien wurden in Aussicht gestellt. An die Vorbildung wurden nur geringe Anforderungen gestellt, sollte es doch die Aufgabe der neuen Institute sein, aus jedem Holze einen Merkurius zu schnitzen, die gesellschaftliche und wirtschaftliche Lage des Lehrerstandes würde gehoben werden. Die Teilnehmer meldeten sich und wurden in den ersten Kursus ohne Aufnahmeprüfung aufgenommen, während sie sich später einer Prüfung unterziehen mussten. Was die meisten der jungen Menschen zur Wahl des Lehrerberufes bewegte, das war nicht die Frage einer inneren Berufung, sondern vorwiegend die Sorge um eine wirtschaftliche Existenz.

Wie sah nun unsere neue Schulgemeinschaft aus? Sie umfasste Männlein und Weiblein im Alter von 18 – 48 Jahren, woraus bereits zu ermessen ist, welche Schwierigkeiten sich nicht nur für den Unterricht, sondern nicht minder auch auf ein Internatsleben und die Erziehungsfragen aus einer solchen Spannweite im Alter ergeben mussten. Darunter waren auch eine Anzahl verheirateter Männer und Kriegerwitwen mit zwei und drei Kindern, die in Sorgen um eine Existenz die gewiss nicht leichte Aufgabe eines anspruchsvollen Studiums auf sich genommen hatten. Größer war auch die Zahl der Abiturienten, denen die Universität verschlossen war, und neben Kursisten mit abgeschlossenen oder abgebrochenen akademischem Studium saßen Vertreter der verschiedensten Berufe, darunter ehemalige Wehrmachtsangehörige und Berufssoldaten. Diese Auslese zeigt wohl deutlich, wie weit das geistige Niveau unserer Kursisten auseinander strebte und welche Schwierigkeiten für einen Unterricht daraus erwachsen mussten. Über die Aufnahme in einen Kursus entschied das Volksbildungsministerium in Halle unter entscheidender Stimme der sowjetischen Kulturoffiziere. Dabei konnte ein einzelner Fall langwierige Untersuchungen notwendig machen; denn das Listen- und Überprüfungsverfahren wurde äußerst streng gehandhabt, kam es doch auf die Entwicklung einer neuen, aus den Arbeiter- und Bauernkreisen aufsteigenden Intelligenz unter möglichster Ausschaltung des Bürgertums an.

Und nun wurde uns in den pilzartig schnell aufgewachsenen Lehrerbildungsanstalten die Aufgabe gestellt, junge Menschen für den Schuldienst vorzubereiten und die Lücken zu schließen, die durch eine übertriebene und politisch durchaus nicht begründete Entlassung von Altlehrern entstanden war. Wie man nun die uns gestellte Aufgabe auch betrachten mochte, von der fachwissenschaftlichen oder der methodischen Seite aus, sie musste dem gewissenhaften Schulmann unlösbar erscheinen. Gesucht waren vor allen Dingen gedruckte Lehrbücher, und wer ein altes Realienbuch aus seiner Volksschulzeit aufgetrieben hatte, schätzte sich glücklich. Da kamen wir aber wieder in ernste Konflikte mit der strengen sowjetischen Schulaufsicht, die vom Kulturoffizier der Kreiskommandantur oder von der Verwaltung in Halle durch sowjetische Schulfachleute zu jeder Tageszeit und vom Keller bis zum Boden misstrauend ausgeübt wurde. Mit besonderem Eifer wurden nun die Bücherbretter unserer Kursisten überprüft, und es gab eine große Aufregung und Scherereien für den Direktor, wenn eine alte Schwarte mit Hindenburgs Bild oder irgendeinem anderen Emblem der deutschen Geschichte entdeckt wurde. Bis in die Nacht hinein erstreckten sich solche Besuche. Das musste ertragen werden, wenn aber einmal ein sowjetischer Offizier bei einem der Küchenbesuche in irgend einer Ecke mit dem Finger ein Stäubchen entdeckte und mich überlegen auf "diese Unsauberkeit" aufmerksam machte, dann wurde ich doch von Ärger und Beschämung gepackt.

2019 02 Töpfer BlattÜber unsere Lehrstunden hinaus standen wir unseren Studenten bei den Stubenbesuchen zu Konsultationen zur Verfügung, immer bereit, ihnen nicht nur wissenschaftlich, sondern auch menschlich Führer und Berater zu sein. Es waren meine glücklichsten Stunden, wenn ich nach einer fesselnden Lehrprobe in Literatur oder nach einer lebhaften politischen Diskussion eine lebendige Wirkung bei meinen Hörern feststellen konnte oder in Einzelgesprächen oder Schulreden das beglückende Fluidum geistiger Harmonie erleben durfte. Ich selbst habe in meinem Leben nie so angespannt geplant und gearbeitet wie in den Beichlinger Jahren, wo ich doch nun der "Alte" geworden war. Hier musste ja täglich in Schule und Wirtschaft Neues geschaffen, überall Neuland unter dem Pflug genommen worden. Jeder folgende Kursus wurde besser ausgestattet, um bessere Erfolge zu erreichen. Beichlingen hatte als Lehrerbildungsstätte einen guten Ruf, und die "Beichlinger" fühlten sich als besonderer Typ. Unsere Schuleinrichtungen wurden ständig verbessert, zu dem Kernunterricht kamen Arbeitsgemeinschaften zur Entwicklung von Fachlehrern, wissenschaftliche Vorträge auf den verschiedensten Gebieten wurden gehalten, ein Schülerchor eingerichtet, eine Übungsschule, ein biologischer Garten, eigene Kinoveranstaltungen wurden geschaffen, und was könnte ich noch alles aufzählen, um nachzuweisen, dass wir wirklich ein lebendiger Schulorganismus waren und mit großem Idealismus arbeiteten.

Der Feier galt in meinem pädagogischen Denken besondere Wertschätzung. Auch eine Schule braucht, wenn sie wirklich ein Abbild des wirklichen Lebens sein will, und sie soll es doch sein, Höhepunkte, wo ein feierlicher Gedanke die Seele zur Einkehr und zu einem tieferen Erleben führt, als es die tägliche Schulwirklichkeit vermitteln kann. Und wir haben nach Kräften und Vermögen um dieses hohe und schöne Ziel gerungen. Es waren ja immer unsere Kursisten, die aus so verschiedenen praktischen und künstlerischen Berufen zu uns kamen, es waren die verschiedensten Talente und Neigungen vorhanden. Darum wurden das Theaterspiel, Chor- und Kammermusik und Schulreisen gepflegt, und die Beichlinger veranstalteten Gesellschaftsabende, die allen Teilnehmern in schöner Erinnerung bleiben werden. Solche Höhepunkte waren Theateraufführungen von Shakespeares "Sommernachtstraum", Gerhart Hauptmanns "Weber", Szenen aus Goethes "Faust" und Tschechows Komödien und Otto Ernsts "Flachsmann als Erzieher". Den lautesten Beifall aber ernteten unsere Schauspieler aber doch mit Rosenows Lustspiel "Kater Lampe", mit dem wir auch unter großem Erfolg auf eine Theaterfahrt zogen. In Vortragsabenden sprachen auswärtige Redner, und ein unverlöschliches Erlebnis war es für unsere Kursisten, wenn der berühmte Erfinder des synthetischen Kautschuks, Prof. Dr. Hofmann aus Kölleda zu uns kam und uns mit seiner wunderbaren Erzählgabe aus seinem Leben und von seiner Erfindung berichtete. Eine Weimarfahrt mit dem Besuch der klassischen Gedenkstätten versuchten wir in jedem Kursus einzulegen, und alle, die das Glück hatten, im Deutschen Nationaltheater zu Weimar Goethes "Faust" oder "Die Meistersinger von Nürnberg" von Richard Wagner zu sehen, werden ein Leben lang von diesen Erlebnissen zehren. Aber auch der Humor kam in Beichlingen zu seinem Recht. Und so feierten wir in den schönen Räumen unseres Schlosses humorvolle Unterhaltungs- und Tanzabende, bei denen sogar der "Alte" durchaus nicht tanzfrohe Direktor, das Tanzbein schwingen und bis zur Morgenstunde lustig sein musste, und zum Faschingsabend, den wir heiter und schön feierten, ging uns Dozenten, wenn wir unsere künstlerisch entworfenen Karikaturen in Wort und Bild bewundern konnten, der tiefe Sinn von Goethes Spruch auf: „Wer sich nicht selbst zum besten haben kann, der ist gewiss nicht einer von den Besten."

Mit Schrecken denke ich heute noch daran, als wir im ersten Kursus uns anschickten, eine Schulgemeinschaft zu bilden. Ja, eine Gemeinschaft waren wir, aber eine Gemeinschaft im Urzustand, in der man erst einmal den Kampf ums Dasein führte, in der man essen, trinken und lieben wollte. Ich hätte auch das Rauchen noch nennen können; denn diese Leidenschaft hatte sich durch den Krieg so tief in das Triebleben unserer Jugend eingefressen, dass eine Zigarette zum Unheil und Verderben werden konnte. Man glaube ja nicht, dass ich meine Schilderungen übertreibe oder gar ein Pharisäer wäre. Aber so war die Jugend, die zu Anfang des Jahres 1946 zu uns kam, und sie konnte ja kaum anders sein, und wir sollten uns endlich von dem überspannten und unheilvollen und verlogenen Idealismus befreien, von einem Menschen geistige und sittliche Leistungen zu verlangen, wenn seine materielle und moralische Existenz durch Umwelt und Zeitverhältnisse zerstört worden sind. Für unsere ehemaligen Soldaten gab es doch überhaupt keinen Diebstahl in unserem Sinn, da wurde eben organisiert, und alles, was man brauchen konnte und nicht niet- und nagelfest war, war in Gefahr. Keine Glühbirne war sicher, wir mussten sie zwischen oder nach Benutzung wieder einsammeln, und so viele Dinge des täglichen Gebrauchs, die wir mühsam beschafft hatten, verschwanden, denn man konnte sie für sich oder daheim in der Familie so notwendig gebrauchen. Sollte man es dem jungen verheirateten Mann oder der Mutter übelnehmen, wenn sie für ihre daheim hungernden Kinder etwas Essbares mitgehen ließen oder sich Dinge aneigneten, die man in seiner Wirtschaft dringend brauchte. Ja, es war in diesen Notzeiten für einen Charakter nicht leicht, streng zu sein und ein so verwickeltes Schulleben in Ordnung zu halten.

Und nicht minder schwer war die Aufrechterhaltung einer Anstaltsordnung und einer notwendigen Disziplin, ohne die eine Schularbeit und ein Internatsleben nicht zu denken sind. Aber doch hatten wir es mit jungen Menschen zu tun, die über das Alter von Schülern und Studenten hinaus waren, und die, so mangelhaft sie auch sein mochten, ihre Erziehung für abgeschlossen hielten. Sagt doch das Sprichwort:"Das Bäumchen biegt sich, doch der Baum nicht mehr." Aber diese Wahrheit durfte ja für uns nicht gelten. Ich war manchmal am Ende mit meinem Latein, und da wir einmal bei dem Thema "Freie Liebe" angelangt waren und ich mit meiner bürgerlichen Moral in der Abwehr stand, dann kam es mir doch manchmal vor, als wäre ich verkalkt und müsse abtreten. Ich legte ja keinen Wert darauf, als Direktor Ehepatenschaften zu übernehmen, vielmehr wachte ich darüber, dass unsere Schulordnung respektiert wurde. Dabei unterstützte mich mein alter, strenger Nachtwächter, der freilich auch nicht immer verhindern konnte, dass meine Kursisten in nächtlicher Stunde das Fenster mit der Tür verwechselten. Aber man wird ja älter, um das Leben zu verstehen und Milde walten zu lassen. Es war ja auch nicht so, als wären wir da oben auf Schloss Beichlingen eine Räuberbande gewesen, wie es scheinen musste, wenn man den böswilligen Stimmen von draußen hätte Gehör schenken wollen. Wir waren nicht besser und nicht schlechter als die Welt draußen, wir waren nur ein kleiner Ausschnitt aus ihr, aber doch ein hoffnungsvoller. Denn es waren ja so viele strebsame, edel gerichtete junge Menschen unter den Anwärtern für den Lehrerberuf, dass der Aufblick zu ihnen den sinkenden Mut des Direktors und seiner Mitarbeiter immer wieder aufrichtete, und wie sich die äußeren Lebensbedingungen unseres Internatslebens allmählich besserten, so stieg auch die Autorität unserer Unterrichts- und Erziehungsarbeit und ihrer Erfolge.

Freilich gab es Stunden, wo ich am Ermatten war. Dann eilte ich hinaus in den schönen Park und suchte Stärkung in der wunderbaren Natur, oder ich eilte hinüber zur alten Schlosskapelle und erquickte mich an der schönen Orgel mit dem Spiel eines Bachschen Chorus. Die umgebende Natur war mir zur Heimat geworden, in der ich mich tief verwurzelt fühlte, sie war ein Stück meiner selbst geworden, und der Gedanke, einmal von ihr getrennt leben zu müssen, schien mir unerträglich. Das alte Grafenschloss und seine tausendjährige Geschichte waren mir ans Herz gewachsen. Ich hütete seine Mauern und Räume, als gehörten sie mir persönlich. Ich studierte die Geschichte der vergangenen Grafengeschlechter, und wenn ich ihr Ende als einen geschichtlichen Prozess anzuerkennen mich bemühte, so verteidigte ich doch den wohlverdienten Ruf des Werthernschen Geschlechtes gegenüber lieblosen und beschränkten Schmähungen. Das wertvolle und wohlgepflegte Archiv der Beichlinger und Werthernschen Grafen mit seinen historischen Dokumenten habe ich wie meinen Augapfel gehütet und gegen verständnislose Eingriffe gesichert, bis es zuletzt doch von kurzsichtigen Bonzen und beruflichen Übereifer von seinem geschichtlichen Boden getrennt und anderweitig notdürftig untergebracht wurde.

Über das historische Gemäuer des alten Grafenschlosses hinaus war mir doch die Natur zu jeder Tagesstunde und zu jeder Jahreszeit eine unversiegbare Quelle der Freude und Erholung. Die alten Beichlinger Grafen hatten sich als Sitz ihres Geschlechtes ein herrliches Fleckchen Erde ausgesucht, das, wenn es auch am Hang der waldreichen Schmücke für Verteidigungszwecke günstig gelegen sein mochte, seinen friedlichen Bewohner als Herrschaftssitz mit seinen landschaftlichen Schönheiten noch weit reizvoller war. In unvergesslich schönen Stunden saß ich auf dem Altan der Südfront des großen Lesesaales und genoss in stiller Beglückung die reizvolle Aussicht über das Thüringer Zentralbecken hinaus bis zu den Höhen des Ettersberges, woher mich abends die Lichter von Buchenwald grauenvoll an die Nazizeit erinnerten. Noch schöner aber, ja paradiesisch schön war der landschaftliche Blick von unserem kleinen Turmzimmer aus, wo in der Ferne die Berge des Thüringer Waldes blauten und das Auge bei klarer Sicht den Inselsberg erahnte. So konnten einst die im Mittelalter mächtigen Grafen von Beichlingen ihre ausgedehnte Grafschaft mit ihren Städten und Dörfern und Gutssitzen überschauen, die ein respektabler Teil des alten Landgrafentums Thüringen waren. Wenn ich dann in meiner kärglich bemessenen Zeit durch unseren herrlichen Schlosspark schritt und meine Schritte zum nahen Walde lenkte und daran dachte, wie sich jetzt auf diesem mit Naturschönheiten so reich gesegneten Grund und Boden eine Stätte der Erziehung befand, so sagte ich mir oft, dass an einer solchen Stätte und in einer so gesegneten Umgebung eigentlich nur gute Menschen wachsen und erzogen werden könnten.

Es war ja ein bunt zusammengewürfeltes Auditorium, das sich bei uns mit Staatsauffassungen, europäischen Verfassungsfragen und einzelnen politischen Doktrinen beschäftigte. Da saßen zwischen dem Gros unpolitischer Damen radikale Kommunisten, neben jungen Abiturienten schon würdige Landtagsabgeordnete und Mitglieder städtischer Gemeinderäte. Und doch darf man nicht verheimlichen, dass auch die Zahl derer groß war, die, noch enttäuscht aus ihrer Hitlerjugend und verbittert durch Krieg und Gefangenschaft dem neuen Geschehen gegenüber sich noch recht misstrauisch verhielten. Da durfte ein Direktor sein Alter sich nicht anmerken lassen, und mit seiner Begeisterung Müde anfeuern und Schwache mit fortreißen. Freilich wurde es von einem Kursus zum anderen immer schwerer, sich selbst treu zu bleiben; denn der politische Druck wurde zunehmend radikaler, und die deutsche Pädagogik, nach deren Grundsätzen wir zu wirken gewohnt waren, wurde immer mehr von der Sowjetpädagogik verdrängt.

Die Untergrabung der Autorität in Schule und Familie wurde immer offensichtlicher, die Majestät der Jugend stieg und trieb immer schönere Blüten. So konnte ich es schwer ertragen, dass sich in der Verwaltung wie im Schulleben mit der Verhätschelung der Jugend ein Abbau der bislang geltenden Autorität zugunsten jugendlicher Besserwisserei und Geltungssucht breit machte. In den Lehrerkonferenzen wollte die Schülerschaft nicht nur vertreten sein, man wollte auch in der Zensurenkonferenz mitreden. In der Wirtschaft wollte die Schülervertretung in alle Einzelheiten eingeweiht sein, und in den Küchenbetrieb redeten kluge Frauen hinein, die von unseren Sorgen um die Ernährung wenig Ahnung hatten.

Am 15. Juni 1950, es war ein Donnerstag, fuhr am Vormittag auf dem Schlosshof ein Auto aus Halle vor und drei Herren, zwei Vertreter des Ministeriums für Volksbildung und ein Vertreter der Gewerkschaft, die mir alle drei unbekannt waren, statteten der Lehrerbildungsanstalt einen Besuch ab. Der Leiter der Regierungsabordnung, der nicht lange zuvor einen Lehrgang für Neulehrer verlassen hatte, war bereits zum Referenten für Lehrerbildungsfragen im Ministerium für Volksbildung aufgestiegen. Es war in der Zeit der großen Verjüngung des Verwaltungskörpers, als auch aus diesem Ministerium die alten erfahrenen Schulmänner in verletzenden Formen und ohne Begründung oder Angabe von Scheingründen aus ihren Posten entfernt wurden und jungen Kräften Platz machen mussten, die weder durch Kenntnisse noch durch Erfahrungen in ihren Entscheidungen gehemmt waren. Ich war der Meinung, dass es sich bei diesem Besuch um eine der üblichen Revisionen handelte und ahnte nicht, dass diese hohe Delegation den Auftrag hatte, mir im Auftrage der Regierung meine Entlassung mitzuteilen.

Am Eingang in das Schloss wurden die hohen Herren mit einem Goethegruß aus dem "Tasso" begrüßt: "Die Stätte, die ein guter Mensch betrat, ist eingeweiht": Sie hätten gewiss an dieser Stelle lieber eine flammende Parole aus dem Parteizitatenschatz gelesen. Und dann waren sie in die Vorhalle eingetreten, die ich im Jahre 1949, in dem großen Erinnerungsjahr, zu einer Goethe-Gedächtnishalle mit viel Liebe umgestaltet hatte. Dieser Goethekult konnte keinen vorteilhaften Eindruck machen, wo das Auge dieser Herren doch an Spruchbänder mit streitbaren Losungen, an laute Plakate und Wandzeitungen gewöhnt war, und als im Laufe des Vormittags noch Gesänge vom großen Thomaskantor Bach mit religiösen Texten an ihr Ohr drang, da wurde ihnen zweifellos offenbar, was für ein finsterer Geist der Reaktion in diesem alten Grafenschloss umgehen musste. Von Seiten der hohen Kommission wie von der Schulgewerkschaftsleitung richteten sich die Angriffe und Anklagen gegen eine Reihe unserer Dozenten und unbeliebte pädagogische und wirtschaftliche Maßnahmen und Einrichtungen. Der jugendliche Herr Referent spielte seine pädagogische Kursusweisheit gegen ältere Lehrer aus, die höhere pädagogische Prüfungen abgelegt und sich in der Praxis bestens bewährt hatten, und der allgewaltige Gewerkschaftsvertreter verkündigte die neuen Freiheiten, die künftig das Leben der LBA Beichlingen zu beherrschen hätten. Gegen so viel jugendliche und stürmische Weisheit konnte auch meine Verteidigung nicht viel ausrichten, und sie konnte auch keinen Erfolg haben; denn es handelte sich um eine wohlvorbereitete Expedition, die Absetzung eines Direktors, der abtreten sollte, weil er der verschärften Parteiideologie nicht mehr genügte.

Der Höhepunkt der vertraulichen Aussprache war dann gekommen, als man dem Genossen Direktor zu verstehen gab, er triebe zu viel Goethekult, und dass er sogar fromme Bach-Choräle singen ließe, das würde unseren Herrn Minister, Genossen Sch., in Staunen versetzen. Das war also des Pudels Kern. Hier stürzte ein alter Schulmeister über Goethe und Bach, über eine bürgerliche Ideologie, die mit einer radikalen Parteidoktrin und kommunistischen Politik nicht vereinbar war. So war es also: Goethe und Bach sind nur für den äußeren Gebrauch, für den inneren Betrieb sind sie schädlich. In dieser Situation war ich aufs höchste empört, und meine kurze Erwiderung auf die scheinheiligen und empörenden Anklagen war nicht auf einen versöhnlichen Ton gestimmt und konnte mir natürlich persönlich nichts nützen. Ich schloss mit den Worten, dass ich mich von diesem Augenblick als entlassen betrachtete, kehrte den Herren den Rücken und verließ das Zimmer ohne Gruß.

Ich war nun zum dritten Male ein Opfer der Politik geworden. Ich war Opfer des Faschismus, als mich Reichsstatthalter Sauckel aus dem Thüringer Schuldienst entließ, ich wurde Opfer des Kommunismus, als man mich als Landrat absetzte, und was war ich nun? Wir blieben nach meinem Sturz noch kurze Zeit in Beichlingen, um unsere Übersiedlung nach Kölleda in das Geburtshaus meiner Ehefrau vorzubereiten. Es war kein angenehmes Gefühl, nur noch als Geduldeter an der Stätte zu weilen, an der man mit begeisterter Hingabe seiner Kräfte gewirkt hat. An diesem bedrückenden Gefühl konnte auch Beichlingens herrliche Natur nichts ändern.

                                                                                              geschrieben im November 1954

 

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Eingebettet in eine abwechslungsreiche, bewaldete Hügellandschaft am nordöstlichen Rand des Thüringer Beckens hat sich mit Schloss Beichlingen ein imposantes und vielseitiges Baudenkmal über Jahrhunderte erhalten.

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